Auslöser Ortsplanungsrevision

Auslöser der Ortsplanungsrevision von Vilters-Wangs sind:

  • die Revision des eidgenössischen Raumplanungsgesetzes (SR 700; abgekürzt RPG) vom 1. Mai 2014, wonach die Siedlungsentwicklung gezielt nach innen gelenkt, Bauzonenflächen möglichst reduziert und eine weitere Zersiedelung verhindert werden sollen;
  • das neue kantonale Planungs- und Baugesetz (sGS 731.1; abgekürzt PBG) vom 1. Oktober 2017 und der neue kantonale Richtplan (Teil Siedlung) vom 1. November 2017, welche die Grundlage für die Umsetzung der gewünschten Stossrichtung der Raumplanung im Kanton St. Gallen festlegen;
  • die bestehenden Ortsplanungsinstrumente der Gemeinde Vilters-Wangs, welche über 15 Jahre alt sind und allein aufgrund ihres Alters gesamthaft überarbeitet werden müssen.

Umfang Ortsplanungsrevision

Die Ortsplanungsrevision in Vilters-Wangs umfasst folgende Hauptbearbeitungspunkte:

  • Anpassung des kommunalen Richtplanes von 2014
  • Revision des Baureglements von 1995
  • Revision des Zonenplans von 1997
  • Revision der Schutzverordnung von 2002 (Mitwirkung erfolgt in einem nächsten Schritt)
  • Erstellung eines Erschliessungsprogramms

Die Überprüfung der bestehenden Sondernutzungspläne und deren Anpassung an das neue Recht erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Ziele der Ortsplanungsrevision

Mit der Ortsplanungsrevision verfolgt der Gemeinderat folgende Ziele:

  • Anpassung der Ortsplanungsinstrumente an die Anforderungen der neuen übergeordneten Gesetzgebung sowie des kantonalen Richtplans
  • Abstimmung der Ortsplanungsinstrumente auf die künftige Bevölkerungs-, Wirtschafts- und Tourismusentwicklung.
  • Abstimmung der Siedlungsentwicklung mit dem Verkehr, der übrigen Infrastruktur und den Nachbargemeinden.

Ablauf der Ortsplanungsrevision

1
Anpassung Richtplanung
Schritt 1: Aktualisierung Ausgangslage

Zuerst wurde der Bericht zur Ausgangslage aus dem Jahr 2014 aktualisiert. Dies bildete die Grundlage für die Überprüfung der Siedlungsentwicklungsstrategie (Konzeptbericht, 2012).

Schritt 2: Weiterentwicklung Konzept Siedlungsentwicklung

Das Konzept zur Siedlungsentwicklung aus dem Jahr 2012 wurde für die Ortsplanungsrevision weiterentwickelt. Insbesondere wurden Innenentwicklungsstrategien vom Masterplan Innenentwicklung abgeleitet und in das Konzept integriert. Es wurde ein Konzeptplan Innenentwicklung erstellt, der aufzeigt, welche konkreten Aktivierungsmassnahmen getroffen werden müssen, um die Innenentwicklungsstrategien umsetzen zu können.

Schritt 3: Überprüfung / Aktualisierung Richtplan

Danach wurde der kommunale Richtplan aus dem Jahr 2014 überprüft. Der Richtplan besitzt aufgrund seiner Aktualität auch heute noch seine Gültigkeit und wurde im Rahmen der Ortsplanungsrevision im Grundsatz übernommen. Wo nötig wurde dieser an die neuen übergeordneten Rahmenbedingungen und Bedürfnisse der Gemeinde angepasst. Die Ergebnisse aus der Weiterentwicklung der Richtplangrundlagen (Schritt 1 und 2) sind in die Richtplananpassung eingeflossen. Somit wurde insbesondere die Innenentwicklungsstrategie im kommunalen Richtplan für die Behörden wegleitend verankert.

abgeschlossen
2
Entwurf Zonenplan und Baureglement
Schritt 4: Entwurf Zonenplan und Baureglement

Als nächster Schritt wurden die Entwürfe des neuen Rahmennutzungsplans (Zonenplan und Baureglement) erarbeitet. Grundlage für das neue Baureglement bildete dabei das von der Region Sarganserland-Werdenberg erarbeitete Musterbaureglement.

abgeschlossen
3
Kantonale Vorprüfung
Schritt 5: Kantonale Vorprüfung und anschliessende Bereinigung

Der Entwurf von Richtplan und Rahmennutzungsplan wurden anschliessend vom Amt für Raumentwicklung und Geoinformation des Kantons St. Gallen (AREG) vorgeprüft. Darauf basierend wurden die Entwürfe nochmals überarbeitet und angepasst.

abgeschlossen
4
Öffentliche Mitwirkung
Schritt 6: Information und öffentliche Mitwirkung

Die Entwürfe werden nun den Einwohnern der Gemeinde Vilters-Wangs zur Information und Mitwirkung unterbreitet. Die Bevölkerung wird eingeladen bis zum 30. April 2022 an der E-Mitwirkung teilzunehmen und somit zu den Entwürfen der Ortsplanungsinstrumente Stellung zu nehmen.

abgeschlossen
5
Auswertung Mitwirkung
Schritt 7: Auswertung Mitwirkung und Anpassung Planungsinstrumente

Die Rückmeldungen aus der öffentlichen Mitwirkung werden durch den Gemeinderat geprüft, bewertet und bedarfsgerecht in die Ortsplanungsinstrumente aufgenommen.

in Durchführung
6
Erlass kommunaler Richtplan
Schritt 8: Erlass Gemeinderat und Kenntnisnahme Kanton

Danach wird der kommunale Richtplan vom Gemeinderat erlassen und dem Kanton zur Kenntnisnahme eingereicht.

ausstehend
7
Öffentliche Auflage Rahmennutzungsplan
Schritt 9: Öffentliche Auflage und Genehmigung Kanton

Der Rahmennutzungsplan (Zonenplan und Baureglement) wird öffentlich aufgelegt und dem fakultativen Referendum unterstellt. Anschliessend folgt die Genehmigung durch das kantonale Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG).

ausstehend
8
Revision Schutzverordnung

Die Schutzverordnung wird parallel zum Richtplan und Rahmennutzungsplan revidiert und befindet sich zurzeit noch im Überarbeitungsprozess. Ein erster Entwurf liegt jedoch bereits vor und ist entsprechend in der Überarbeitung des Rahmennutzungsplanes berücksichtigt worden. Die öffentliche Mitwirkung zur Schutzverordnung findet zu einem späteren Zeitpunkt statt.

in Durchführung